29.01.2019

Limited jetzt umwandeln

Steuerrecht aktuell

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In Deutschland gibt es rund 10.000 deutsche Unternehmen in der Rechtsform der Limited (private limited company) oder PLC (public limited company). Auch wenn es noch nicht klar ist, wie sich der Brexit Ende März genau vollziehen wird, sollten diese Unternehmen Vorsorge treffen. Denn mit dem Wirksamwerden des Brexits droht ihnen der Verlust ihrer Rechtsfähigkeit als Limited oder als PLC. Im Ernstfall verlieren sie ihre Haftungsbeschränkung und die Gesellschafter müssen mit ihrem Privatvermögen haften. Unternehmen können dies aber verhindern. Das „vierte Gesetz zur Änderung des Umwandlungsgesetzes“ gibt Ihnen die Möglichkeit, Ihr Unternehmen in eine deutsche Rechtsform umzuwandeln. Das kann eine Kommanditgesellschaft (KG), eine GmbH & Co. KG oder eine Unternehmergesellschaft (UG haftungsbeschränkt) sein. Wichtig ist, dass Unternehmen ihren Verschmelzungsvertrag rechtzeitig vor dem Wirksamwerden des Brexits Ende März 2019 notariell beurkunden lassen. Alle weiteren Schritte können sie danach vollziehen. 

7 % Umsatzsteuer auf E-Books

Der Rat der Europäischen Union hat die steuerliche Gleichbehandlung von digitalen Medien ermöglicht. Die Richtlinie ist am 4.12.2018 in Kraft getreten. Danach kann auf E-Books in Deutschland der Umsatzsteuersatz von 7 % angewendet werden. Der ermäßigte Mehrwertsteuersatz galt bislang nur für gedruckte Medienprodukte.

Fahrtenbuchmethode nur mit Kostennachweis

Das Finanzamt stellt hohe Anforderungen an ein Fahrtenbuch. Es muss zeitnah und in geschlossener Form geführt werden und alle Aufzeichnungen vollständig ausweisen. Wird es verworfen, weil der Betriebsprüfer z. B. vereinzelte Lücken aufdeckt, dann werden die Privatanteile mit der sog. 1%-Regelung ermittelt. Das kann mitunter zu hohen Nachzahlungen führen. Diese schmerzhafte Erfahrung machte ein Steuerpflichtiger vor dem Finanzgericht München. Das Gericht verlangte von ihm sämtliche Kostennachweise per Einzelbeleg. Eine Teilschätzung der Kosten ließ es nicht zu. Der Steuerpflichtige konnte die Belege nur unvollständig vorlegen und berief sich auf die Größe des Fuhrparks, die es ihm unmöglich mache, für jeden Dienstwagen die Kosten einzeln nachzuweisen. Die Richter akzeptierten die Begründung nicht und entschieden, dass es unerheblich ist, aus welchem Grund die Kosten nur unzureichend belegt werden können. Az. 7 K 3118/16

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