06.02.2019

Smarte Produkte erobern die Welt

Internet der Dinge

© vegefox.com - stock.adobe.com

Das Internet verlässt zunehmend den klassischen Computer mit Bildschirm und hält Einzug in alle möglichen Geräte und Maschinen. Daher spricht man auch vom Internet der Dinge (IoT-Internet of Things), ein Begriff, den der IT-Experte Kevin Ashton bereits 1999 geprägt hat. Smarte Geräte sollen den Menschen in allen Lebenslagen unterstützen, ohne dass man es merkt. Sie bieten aber auch neue Einfallstore für Hacker und Kriminelle. IT-Security ist daher immer mitzudenken, darf aber das Kreative nicht hemmen.

IoT-Voraussetzungen

  • Sensoren: Smarte Geräte können eigenständig Daten erheben. So haben z. B. Gesundheitsarmbänder Sensoren, die den Herzschlag, gelaufene Kilometer und die Temperatur messen.
  • Mikrochips: Diese Daten werden von Miniprozessoren und Algorithmen gesteuert, verarbeitet und übertragen. Je kleiner die Chips werden (z. B. Nanochips), desto mehr wird sich das Internet der Dinge durchsetzen. Die jetzige Apple Watch benötigt noch das iPhone als begleitenden Rechner. Die neue Generation wird wohl eigene Mikroprozessoren erhalten, so dass die Uhren auch ohne Smartphone nutzbar sind und somit eigenständiger werden.
  • IP-Adresse: Jedes Gerät hat eine eigene Adresse im Internet Protocol. Dadurch kann es Informationen erhalten und als Absender identifiziert werden. Nur dadurch sind Geräte an das Internet angeschlossen.
  • API: Application Programming Interfaces sind Programmierschnittstellen, über die Geräte fremde Daten erhalten oder eigene Informationen in andere Geräte einspielen, z. B. wenn die Steuerung von Heizung, Fenstern und Jalousien in einem Smart Home mit Wetterdaten eines Wetterdienstes gefüttert wird.
  • Bluetooth: Daten zwischen Geräten in räumlicher Nähe werden per Funk übertragen, z. B. Musik vom Smartphone an eine Box oder einen Kopfhörer.
  • Cloud-Server: Die Daten, die ein Gerät im Laufe der Zeit sammelt werden in der Regel in der Cloud verarbeitet und archiviert. Das sind Server, die über das Internet 24 Stunden von jedem Platz der Welt genutzt werden können.
  • Apps: Mit speziellen über Smartphones oder Tablets nutzbaren Programmen können intelligente Geräte bedient und gesteuert werden.

Branchenbeispiele

In nahezu allen Branchen ist das Digitalisierungsfieber ausgebrochen. Forscher und Innovationsteams überlegen sich mal mehr oder weniger sinnvolle Lösungen. Ob man z. B. eine intelligente Zahnbürste haben muss, die das Zahnputzverhalten misst und Optimierungsvorschläge auf einer speziellen Smartphone-App unterbreitet, wird die Zeit zeigen.

Beliebte Beispiele für das Internet der Dinge sind das autonome Fahren von Autos, intelligente Häuser (Smart Home), Küchengeräte (z. B. Thermomix), Medizintechnik und im Gesundheitssektor die intelligenten Armbänder oder Kleidung mit eingearbeiteten Mikrochips (Wearables). Im industriellen Bereich werden Maschinen und Produktionsroboter immer smarter und vernetzen sich in einer digitalen Fabrik (Industrie 4.0).

Wenn Sie Hersteller sind, sollten Sie also überlegen, ob und wie sich Ihre Produkte direkt oder indirekt digitalisieren lassen. Als Händler oder Dienstleister können Sie Ihr Angebot zumindest durch digitale Produkte und Services (z. B. Apps) anreichern und eine innovative Digitalisierungsstufe erreichen. Aktiv werden sollten Sie auf jeden Fall, denn Tausende von Start-ups und Gründern weltweit versuchen - je nach persönlicher Leidenschaft - die etablierten Spielregeln von nahezu allen Branchen durch neue Ideen rund um das Internet der Dinge zu ändern.

copyright emivo GmbH

Unsere Empfehlung

Partner

choin! GmbH

Boris Wetzel
Karl Heinz Michalik
Multring 26
69469 Weinheim

Fon: +49 6201 710 090
Fax: +49 6201 710 0999

Drucken