06.06.2018

Logistik 4.0

Investitionen in digitale Prozesse

© Syda Productions - Fotolia.co

Die Hannover Messe stand auch in diesem Jahr wieder ganz im Zeichen von Industrie 4.0, der smarten Fabrik. Eng damit verknüpft ist die Digitalisierung der Logistik- und Beschaffungsprozesse (Logistik 4.0), die jedoch auch im Handel ein Thema ist, wie die supereffizienten Läger von Amazon oder Zalando zeigen. Für den Mittelstand ist die Digitalisierung von Logistikprozessen daher notwendig, aber auch mit beträchtlichen Investitionen verbunden.

Digitalisierung der Logistik

Bei Amazon werden die riesigen Lagerhallen bald menschenleer sein. Noch laufen die Lagerarbeiter (Picker) wohl durchschnittlich 13 km pro Tag, um Waren auf Befehl von Algorithmen nach optimierten Routen aus den Regalen zu holen. Doch Roboter und Künstliche Intelligenz werden sie bald vollständig ersetzen. Von der Bestellung bis zum Versand wird dann alles maschinengesteuert laufen. Selbstfahrende LKWs und Züge werden zukünftig das Szenario der vollautomatisierten Logistikprozesse vervollständigen. Weltweit laufen dazu bereits Pilotprojekte.

Aber auch in Produktionsunternehmen mit vielen Lieferanten, die meist Just-in-time notwendige Rohstoffe, Materialien oder Fertigteile an die Hersteller liefern, werden sich Logistikprozesse über Unternehmensgrenzen hinweg weiter digital verzahnen. Durch Sensoren, Internet, Algorithmen werden Container, Regale, Fahrzeuge „intelligent“ und steuern sich selbst. Für die schnelle Verarbeitung der riesigen Datenmengen werden leistungsfähige Glasfaserleitungen und Datenschutzsysteme benötigt. Vieles davon ist schon da, manches steckt jedoch noch in Kinderschuhen.

Vorteile von Logistik 4.0

Digitale Logistikprozesse sorgen dafür, dass Lieferungen an Kunden schneller, besser, zuverlässiger und preiswerter erfolgen, so jedenfalls die Zielsetzung. Wie so häufig zeigt Amazon am Beispiel der „Same Day Delivery“ im E-Commerce, dass Logistik 4.0 funktioniert.

Technologien

Logistik 4.0 benötigt ein Mix an aufeinander abgestimmter Technologien. Dazu gehören z. B. schnelle Internetverbindung, leistungsfähige Rechner und Server, Software mit und ohne Künstlicher Intelligenz, GPS und Barcodes.

Finanzierung  

Kleine und mittelgroße Mittelständler, bei denen die Produktion und Logistik noch nicht so durchdigitalisiert ist wie bei den Großen, stehen vor gewaltigen Herausforderungen, um international auch zukünftig mithalten zu können. Nötig sind Know-how, praktische Lösungen und die finanziellen Mittel für notwendige Investitionen in die smarte Fabrik und Logistik 4.0. Die Bundesregierung hat dazu in Kooperation mit Verbänden, Universitäten und Forschungszentren wie das Fraunhofer Institut bundesweit regionale Kompetenzzentren für Industrie 4.0 gebildet, an die sich Mittelständler wenden können.

Für die Finanzierung von Investitionen in die Digitalisierung stehen mittlerweile öffentliche Förderkredite zur Verfügung. Aber auch die klassischen Investitionskredite der Banken sind nach wie vor eine gute Alternative, wenn zusätzliches Eigenkapital vorhanden ist. Sprechen Sie bitte dazu unsere Finanzierungsexperten an.

Volksbank Weinheim eG

Martin Stoll
Bismarckstraße 1
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