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Equipment as Service (EaaS)

Heidelberger Druck, Heidelberg

Die Heidelberger Druck AG kämpft seit Jahren gegen den Abstieg. Mit einer Digitalisierungsoffensive soll nun die Transformation gelingen. Ein wichtiger Punkt dabei ist Equipment as a Service (EaaS). Lesen Sie dazu mehr.

Heidelberger Druck AG

Das 1850 gegründete Unternehmen schrumpft seit Jahren. Lag der Umsatz in der Spitze noch bei 5,3 Mrd. Euro, so betrug er 2019 nur noch 2,4 Mrd. Euro. Für 2020 ist ein weiterer Umsatzrückgang Corona-bedingt zu erwarten. Auch die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sank von einstmals stolzen 24.000 auf 11.500 (2019). Diese Entwicklung spiegelt sich auch im Aktienkurs wider. Er lag am 23.11.2020, also mitten im 2. Lockdown, bei nur noch 89 Cent. Ein zentraler Grund für die Schrumpfung besteht darin, dass die neue Online-Welt klassische Printprodukte verdrängt. Warum präsentieren wir dann hier Heidelberger Druck als Best-Practice-Beispiel?

Equipment-as-a-Service (EaaS)

Nun, das Management stemmt sich mit aller Macht gegen den Verfall und setzt auf Nachhaltigkeit und Digitalisierung. Damit liegt es auf Linie mit dem Great-Reset-Ansatz, der großen gesellschaftspolitischen Transformation, die nach Auffassung des World Economic Forums um Prof. Schwab und der meisten damit verbundenen Weltkonzernen und Regierungen die Welt greener, smarter und fairer machen soll.

Eine Facette der Digitalisierungsstrategie von Heidelberger Druck ist das neue smarte Geschäftsmodell Equipment-as-a-Service (EaaS). Mit Subscription Smart und Subscription Plus bietet der Maschinenbauer nun Abo-Modelle, die weit über das klassische Leasing hinausgehen. Anlagen und Maschinen werden nicht mehr nur verkauft und finanziert, sondern im Full-Service von Heidelberger Druck beim Kunden betrieben. Abgerechnet wird nicht mehr ein Preis pro Produkt, sondern ein Preis pro Ergebnis, bei Heidelberger ein Preis pro Druckerzeugnis (z. B. Bogen Papier).

  • Vorteile für Heidelberger Druck: kontinuierliche Erlösströme, Kundenbindung, Ansatz zum Verkauf weiterer Dienstleistungen und Verschleierung der Produktpreise im Wettbewerbsvergleich.
  • Vorteile für Kunden: sichere Kalkulationsbasis, weniger Zeit- und Personalaufwand.

Diese neuen Abo-Modelle gewinnen an Zulauf. Sie tauchen z. B. auch beim Kompressorenhersteller Kaeser (Sigma Air Utility) oder beim Triebswerkhersteller Rolls-Royce (Preis pro Flugstunde) auf. In der Energiewirtschaft sind sie schon lange als Contracting-Modelle bekannt. Schwung kommt aber erst aktuell rein, weil die Steuerung und Abrechnung der Maschinen digital erfolgt. Maschinendaten werden über Sensoren ausgelesen und in der Cloud mit intelligenter Software (Künstliche Intelligenz) weiterverarbeitet. Auch die Blockchain-Technologie kommt dabei immer mehr zum Einsatz.

Info zu den Subskriptionsmodellen

Copyright Text: www.best-practice-show.de

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